Berlin-Blankenburg










Jugendredaktion/TRP/MR/19.04.2019
- letzte Aktualisierung / Chefredaktion/04.06.2022



An jedem 8. März,
den der Berliner Senat als eine der positiven Errungenschaften des Sozialismus,
"Internationaler Frauentag",
im Jahr 2019 als einziges Bundesland zum Feiertag erhoben hat,
gedenken wir auch des letzten Toten der Berliner Mauer,
den die Diktatur von SED und MfS zu verantworten hat!


Winfried Freudenberg wurde nur 32 Jahre alt!


Winfried Freudenberg - geb. 29.08.1956 08.03.1989


Es war der 8. März 1989 als in den frühen Morgenstunden ein junger Mann aus großer Höhe in den Garten einer Villa in Berlin-Zehlendorf zu Tode stürzte. Mit einem selbstgebauten Gasballon war der 32-jährige Ingenieur im Ostberliner Ortsteil Blankenburg zu seinem Flug über die Mauer aufgestiegen, den er wegen tragischer Umstände nicht überleben sollte. Am Startplatz seiner spektakulären Republikflucht, die in den Akten der Staatssicherheit als "EO = Ereignisort" und "Tatort" bezeichnet wird, hatte er zum letzten Mal lebend den Erdboden berührt. An diesem historischen Ort wollten engagierte Anwohner aus Anlass des 30. Jahrestages des Mauerfalls eine Mahn- und Gedenkstätte für Winfried Freudenberg einrichten, der als der letzte Tote an der Berliner Mauer in die Geschichte eingegangen ist.


Tatort: Ost-Berlin - Ortsteil Blankenburg - Schäferstege 20

Was geschah hier vor über 33 Jahren, am 08.03.1989, wirklich?
Warum wirkt die Schweigeverpflichtung der DDR-Staatssicherheit bis heute fort?
Wer verhindert seit Jahren hartnäckig ein würdiges Gedenken am Ort des Verbrechens?
Wessen Interessen werden von politisch-motivierten Netzwerkern bis heute geschützt?

Was mit den Enthüllungen zum "Fall Erholungsanlage" im Frühjahr 2021 begann
und im Zusammenbruch eines als "gemeinnützig" getarnten Korruptions-Netzwerks
um den Jahreswechsel 2021/22 gipfelte (vgl. "Skandalfall GSF e.V."),
offenbart nun zugleich
- mit Bekanntwerden zahlreicher bis zuletzt geheim gehaltener Unterlagen -
die wahren Hintergründe im
Polit-Skandal um den letzten Mauertoten in Berlin.
Ein Musterfall von
Verhinderung einer objektiven Aufarbeitung deutsch-deutscher Geschichte!



Ein detailliert begründeter Antrag zu einer Mahn- und Gedenkstätte
des als gemeinnützig anerkannten "VABB - Vereinte Anwohner von Berlin-Blankenburg e.V."
wurde beim zuständigen Bezirksamt am 12. April 2019 eingereicht.

Trotz mehrfacher Erinnerungen beim bis 10/2021 zuständigen Bezirksstadtrat
Dr. Torsten Kühne (CDU) u. a. mit persönlich zugestelltem

[Schreiben vom 5. November 2019] --> LINK hier klicken <---

blieb der Antrag bisher unbeschieden! (Stand: 04.06.2022)

Die Gründe für die Untätigkeit des Bezirksamts sind bisher noch nicht geklärt.
Fest steht jedoch, dass es der Pankower Bürgermeister Sören Benn (DIE LINKE)
gemeinsam mit dem zuständigen Bezirksstadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU)

trotz entsprechender Hinweise und Veröffentlichungen ( --> LINK <-- )

noch mindestens bis Oktober 2021 vorzog,
mit ehemaligen hauptamtlichen Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit
zu kooperieren, die noch bis zum März 2022 als langjährige Vorstandsvorsitzende bzw. Vereinsanwalt
des "Garten- und Siedlerfreunde Anlage Blankenburg e.V."" fungierten. Ein Verein, der als vermeintlich
gemeinnütziger "staatlicher Verwaltungshelfer" durch diverse Täuschungshandlungen (u. a. mit Immobilien-
geschäften und illegalem Trinkwasserhandel) Gewinne in Millionenhöhe an der Steuer vorbei "erwirtschaftet" hat
und gegen den nach diversen Strafanzeigen (u. a. wegen Veruntreuung von über 242.000,- Euro)
gegenwärtig mehrere Ermittlungsverfahren laufen.
(vgl. auch "Skandalfall GSF e.V.")


[ Die Dokumentation zur geplanten "Mahn- und Gedenkstätte Winfried Freudenberg" wird fortgesetzt ]



Foto links: aus der MfS-Dokumentation vom Ballon-Startplatz am Morgen des 08.03.1989 (Q: BStU)
Foto rechts: die ehemalige Gasreglerstation 30 Jahre danach am Morgen des 08.03.2019 (Q: VABB)



Gedenkfeier für Winfried Freudenberg am 08.03.2019 in der Versöhnungskapelle bei der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße


BStU - Hauptgebäude des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik am Berliner Alexanderplatz





Der Historiker und Journalist Wolfgang Papenbrock (69) vom Vorstand des Vereins "VABB - Vereinte Anwohner von Berlin-Blankenburg e.V." hat die umfangreichen Stasi-Akten zum Fall Winfried Freudenberg von Mai bis September 2019 im Lesesaal der BStU-Behörde eingesehen. Seine Recherchen bilden den Kern einer einzigartigen Dokumentation, die derzeit vom Verein erarbeitet wird und am historischen Originalschauplatz des tragischen Ereignisses vom 8. März 1989 im geschützten Rahmen einer "Mahn-und Gedenkstätte Winfried Freudenberg" als Dauerausstellung veröffentlicht werden soll.


Winfried Freudenbergs Heimatort Lüttgenrode im Harzvorland
(vom ehemaligen Grenzstreifen aus gesehen) am 12.10.2019



Winfrieds Bruder Reinhold Freudenberg (li.) und Wolfgang Papenbrock
(als Vertreter des Vorstands vom Berliner VABB e.V.) am Grab.



Ruhestätte von Winfried Freudenberg
am 12.Oktober 2019



Grabstätte der Familie Freudenberg auf dem Friedhof von Lüttgenrode


TV- und Video-Beiträge:



LINK zum MDR/(FAKT)/Investigativ-Beitrag vom (26. März 2019) 6. November 2020 bei YouTube




LINK zum euronews.-Beitrag vom 7. November 2019 bei YouTube




LINK zum Beitrag der Kanzlerin vom 23. Februar 2019 bei TWITTER


zurück